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Ein Gebäude für Maschinen, nicht für Menschen:

Das RUB-Datacenter

Es wirkt verwaist – Nur wenn etwas neu installiert, repariert oder abgebaut wird, trifft man hier Menschen. Hinein kommt man nur mit speziellen Berechtigungen. Und ist man drinnen, möchte man eigentlich auch schnell wieder hinaus: Lüfter und Klimaanlage verursachen Lärm, es ist zugig. Eben ein Ort für Maschinen.

Für Maschinen, mit denen wir aber täglich arbeiten: für IT-Systeme, die unsere Online-Dienste und die Daten beherbergen, die wir in Forschung, Lehre und Verwaltung bearbeiten. Die nun in einem Datacenter betrieben werden, das die ihrer Bedeutung und ihrem Wert angemessene Infrastruktur bietet. Das nach anerkannten Sicherheitsstandards zertifiziert ist. Und das damit die Grundlage für die Gewährleistung von Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit legt.

Obwohl derartig abgeschirmt, sind die hier aufgestellten IT-Systeme hochverfügbar: Leistungsfähige Datennetzanschlüsse, redundant über zwei Wege zugeführt, vermitteln das Gefühl, der Server stünde nebenan. Zwei unabhängige Einspeisungen überbrücken unterbrechungsfrei den Ausfall einer Stromversorgung, machen so unabhängig von Notstromproben und Wartungen. Und eine Brandfrüherkennung hilft, mögliche Schäden gering zu halten.

Zur Administration der IT-Systeme gibt es eine Reihe technischer Hilfen. Jedes hier installierte System ist mit einer speziellen Netzwerkkarte für den Administrationszugang ausgestattet. Damit der Administrator vom Büro aus so arbeiten kann, als ob er mit Tastatur und Monitor direkt am Server säße. Er kann sogar Systemstarts mit alternativen Konfigurationen durchführen. Und falls es doch einmal nötig sein sollte, kann er von Ferne auch den Strom an der Steckdose aus- und einschalten. Dafür steht ihm eine separate DCIM-Software (Data Center Infrastructure Management) zur Verfügung. Hierüber kann er sich jederzeit auch über die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchte in seinem Serverrack informieren.

Wo das Datacenter dann tatsächlich steht, ist damit nebensächlich geworden. Einzig zur Installation, vielleicht einmal Reparatur und am Ende zur Entsorgung muss der Administrator noch Hand an seine Hardware legen. Trotzdem hat er dank Remote Administrationssoftware volle Kontrolle über seine IT-Systeme.

Alles nur Vision? Nein: Das sind die Ziele, die sich die vom Rektorat eingesetzte Projektgruppe RUB-Datacenter gesetzt hat. Das Datacenter soll bis zur Jahresmitte 2019 fertiggestellt werden. Teile der DCIM-Fähigkeiten werden aber schon vorab im Rahmen der Serverhousing-Dienste erprobt. Und werden damit auch Administratoren zum „Hineinschnuppern“ zur Verfügung gestellt.

Wir werden Sie über diese Webseiten auf dem Laufenden halten.

(Artikel veröffentlicht am 24.02.2016)